Sicherheitswirtschaft

Tarifvertrag ist allgemeinverbindlich

Wach- und Sicherheitsgewerbe

Tarifvertrag ist allgemeinverbindlich

Für das Wach- und Sicherheitsgewerbe in Hamburg gelten rückwirkend zum Januar 2017 die Hamburger Löhne und die Zuschläge im Bewachungsgewerbe als allgemeinverbindlich.

Kein Unternehmen darf in Zukunft schlechter bezahlen, als der ver.di-Lohntarifvertrag es vorsieht. Es gilt damit in Hamburg ein und derselbe Lohn für 10.000 vergleichbar qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieser Branche.

Auf Hamburger Stadtgebiet gilt:

  • 9,50 Euro – darunter darf in Hamburg nicht bezahlt werden.
  • Die anderen Löhne müssen sich nach der ver.di Tabelle richten. Höchster Lohn 2018 ist 17 Euro am Flughafen.
  • Zeitzuschläge für Nachtarbeit (15%), Sonntagsarbeit (50%) und Feiertagsarbeit (100%) müssen nach Tarifvertrag bezahlt werden.

Schutz vor Lohndumping auch beim G20

Erst kürzlich hat ver.di aufgedeckt, dass im Rahmen des G 20 Gipfels in Hamburg eine Unterschreitung des Tarifvertrages im Sicherheitsgewerbe ermöglicht wurde. Das Bundesinnenministeriums hatte für bestimmte  Sicherheitsdienstleistungen eine mögliche Unterschreitung des Hamburger Lohntarifvertrages um bis zu 5 Prozent ausgeschrieben.

Mit der Allgemeinverbindlichkeit unseres Tarifvertrages wird dem Lohndumping im Hamburger Wach- und Sicherheitsgewerbe ein Riegel vorgeschoben.

Die Ausschreibungen für Sicherheitsdienstleitungen während des G20-Gipfels haben gezeigt, wie anfällig eine Branche für Lohndumping ist, in der viele Unternehmen den Tarifvertrag umgehen.

Damit ist jetzt Schluss.