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TÜV Bund: ver.di beharrt auf Wahlmöglichkeit

Tarifrunde 2018

TÜV Bund: ver.di beharrt auf Wahlmöglichkeit

  • Klar, in der ersten Verhandlung gibt es üblicherweise ein Markieren von Positionierungen, nicht mehr und nicht weniger;
  • klar, dass wir kein Angebot erwarten konnten;
  • klar, dass von Arbeitgeberseite Vorbehalte geäußert wurden bezüglich unseres Wahlmodells.

Kohle oder Kanaren? Vorbehalte der Arbeitgeber

Das Modell sei organisatorisch schwer darstellbar.
Unsere Beschäftigten wollen nur Kohle.
Sie haben jetzt schon zu viel Freizeit. Wenn wir Urlaub, Gleitzeittage und die freien Tage wegen besonderer Anlässe (Hochzeit oder Todesfälle) mitzählen, kommen Beschäftigte locker auf 50 Tage im Jahr.
Sie gehen lieber zu Mitbewerbern wie GTÜ u.ä., weil dort einerseits nur der gesetzliche Urlaub von 20 Tagen gewährt wird, ansonsten aber mehr Geld verdient werden kann.

Kohle oder Kanaren! ver.di hält dagegen

Die Arbeit ist in den letzten Jahren so verdichtet worden, dass mehr frei eingeteilte Zeit dringend notwendig ist.
In Zeiten, in denen sich KollegInnen aussuchen können, zu welchen besseren Konditionen sie arbeiten wollen, muss der TÜV attraktiver werden, sonst verliert er Arbeitnehmer (und Marktanteile).
Aus den von Gewerkschaften erstrittenen Freizeitanspüchen – wie 30 Tage Urlaub oder freie Tage für besondere Lebenslagen – einen »Freizeitpark TÜV« zu konstruieren, ist schon abenteuerlich. Nichts von dem soll verhandelt werden. Wir wollen nur das Wahlrecht umsetzen, keinesfalls aber erworbene Ansprüche zur Disposition stellen.
Seltsamerweise hatte die Arbeitgeberseite Schwierigkeiten, neue Verhandlungstermine zu finden, weil sie alle in Urlaub waren!

Nun steht es aber fest – wir verhandeln das Wahlrecht und die anderen Forderungen an folgenden Terminen:

  • 3. April 2018
  • 20. April 2018
  • 9. Mai 2018

Wir freuen uns über die vielen Zustimmungen zur Tarifrunde und besonders über die Neueintritte bei ver.di.

Eure Tarifkommission